Dieser Film PROFITIERT MASSIV von seiner KONTROVERSE! | Bissfest Blog 003



Ein Gespenst geht um in der Westlichen Welt. Das Gespenst von Homers "Odyssee". Wo ist der Grifter, der sich noch nicht an der vermeintlichen "wOkEnEsS" der neusten Adaption dieses legendären Meisterwerks antiker Natur abgearbeitet hat? Wo ist der Beobachter, Kommentator, Zuschauer, der sich noch nicht nur allzu gern an dieser "aBaRbEiTuNg" oder gar "zErStÖrUnG" der Besagten beteiligt und so eine unfassbar triviale wie kulturelitaristisch degenerierte Schlammschlacht vom Zaun gerissen hat? Es gibt sie nicht. Der Kulturkampf um jene Literarische Kinoadaption tobt. Und verschafft dem Film genau Das, was er an erster Stelle eigentlich vermeiden wollte: Kommerziellen wie Kulturellen Erfolg.


Was ist "Die Odyssee" überhaupt?

Mit "Die Odyssee" ist neben der "Ilias" das zweite traditionell dem griechischen Dichter Homer zugeschriebene Epos der griechischen Antike gemeint. Beide gehören zu den ältesten schriftlich fixierten und einflussreichsten Dichtungen der abendländischen Literatur, entstanden laut offizieller Vermutung wahrscheinlich 8. oder 7. Jahrhundert v. Chr. im damaligen Ionien & gehörten spätestens seit Mitte des 6. vorchristlichen Jahrhunderts zum klassischen Bildungskanon der griechischen sowie auch später der römischen Kulturgesellschaft der Antike. "Die Odyssee" hatte dabei sämtliche Gattungen der altgriechischen Dichtkunst (Epos, Lyrik und Drama) grundlegend geprägt und gehört daher nicht umsonst bis heute zu den meistadaptierten Narrativen der Welt; in Literatur wie den Darstellenden Künsten (Theater, Film, TV) gleichermaßen. 

In 24 "Gesänge" mit über 12.000 sogenannten "Hexameterversen" eingeteilt, erzählt Homers wohl einflussreichste Dichtungsgeschichte vom ithakanischen König Odysseus, Welcher nach dem zehn Jahre währenden Trojanischen Krieg bei seiner Heimfahrt durch widrige Unwetter vom Kurs abkommt, dadurch gute Zehn Jahre lang umherirrt und erst nach einer Vielzahl erlebter Abenteuer & Entbehrungen schließlich als Schiffbrüchiger und vermeintlicher Bettler unerkannt heimkehrt, nur um seinen Palast voller anmaßender Aristokraten vorzufinden, die seine Gelder verschlingen, seine Gemahlin belagern und sich um die Eheschließung mit eben Jener streiten.

Um die Spannung während der Erzählung konstant aufrechtzuerhalten, bediente sich Homer einer sehr komplexen Erzählweise. So band er ganz geziet Parallelhandlungen, Rückblenden, Einschübe sowie Perspektiv- und wechselnde Erzählerperspektiven ein und legte das Ganze auch dementsprechend konsequent als nicht chronologisch erzähltes Werk an, dessen inhaltlicher Startpunkt kurz vor der Rückkehr des Odysseus nach Ithaka verortet ist. Eine Herangehensweise, die zu Homers Zeiten Seinesgleichen suchte und bis heute einen unverkennbaren Reiz mit sich bringt.


Nolans Version: Ein Meisterstück epischer Bodenständigkeit

Es dürfte an dieser Stelle also kaum verwundern, wenn man feststellt, dass eine Adaption dieses Werks für ein anderes Unterhaltungsmedium/spektrum natürlich dementsprechend ambitioniert und mit extrem hohen Erwartungshaltungen verbunden ist. Und tatsächlich schafft es Regisseur Christopher Nolan, Welcher bekannt ist für sein Gespür der "Epischen Bodenständigkeit" im modernen Film des 21. Jahrhunderts, Homers Werk erfolgreich in ein frisches Gewand zu hüllen, das auf dem ersten Blick zunächst gewöhnungsbedürftig, aber schlussendlich doch mehr als beeindruckend ist.

Denn die Reise des Odysseus ist hier ein gekonnt gelöstes Spiel mit Rückblicken, Perspektiven, Überlieferungen und dem Motiv der klassischen Heldenreise, Welche dem Odysseus und dessen Schiffsannschaft schlussendlich zuteil werden soll; und damit eben auch eine durchaus würdige, wenngleich auch bei Weitem nicht perfekte Adaption von Homers revolutionärer Dichtung. Cineastisch stimmt hier nahezu Alles, vom Schauspiel über die Optik und den Soundtrack bis hin zum Schnitt und den Setpieces sowie Kostümen. Bisweilen fühlt sich der geneigte Cineast dahingehend sogar an "Cleopatra" erinnert, wenngleich natürlich die Physische Opulenz dort natürlich nochmal ein ganz anderes Level besaß, als es hier bei Nolan der Fall ist. 

Aber ach...natürlich ist Das auch eine Adaption, die eben nicht Jedem gefallen kann. Sie ist klar & deutlich in ihrem Auftreten, bietet in ihren Details durchaus gewisse Reibungsflächen für Hypermoralistische Literaturfetischisten und ist dementsprechend auch - Wer hätte es gedacht - ein gefundenes Fressen für die Westliche "Alt Right", also die Politische Rechtsradikale westlicher Gesellschaften & ihrer kulturkapitalistischen Grifting-Elite. 


The Grift, that keeps on grifting

Und Jene geht im Bezug auf Nolans offenkundiges Meisterwerk natürlich dementsprechend steil. So existieren unzählige Videos von selbsternannten Nerds, Literaten, Kritikern und sogar "aRcHäOLoGeN" oder auch "hiStOriKeRn", die allesamt kein gutes Haar an dem Film lassen und sich über das Casting einer dunkelhäutigen Schauspielerin für die Rolle einer Helena von Troja oder auch eines transgeschlechtlichen Elliott Page in der Rolle des Sinan auf oder beklagen die angeblich schlechten Rüstungen des Films sowie die angeblich zu schlichte wie langweilige Aufmachung der Setpieces & der Story, wobei sie es sich natürlich nicht entgehen lassen, nicht nur Nolans neustes Werk, sondern auch Nolan selbst & natürlich Alle, die den Film gut finden, als "Woke Trash" zu betiteln/degradieren. 

Eine Darstellung, die kaum weiter von der Realität entfernt sein könnte und die kulturelitaristisch-anarchokapitalistische wie durchweg xenophobe, sexistische & auch rassistische Scheinheiligkeit dieser Politischen Blase and eingeschworenen Menschen rund um ihre fast schon gottgleich angebeteten "vOrBiLdEr" Trump, Musk, Farage, Weidel & Co. unweigerlich offenlegt. Und schlussendlich sogar nach hinten losgehen MUSSTE, denn anders als von diesem Haufen kulturelitaristischer Grifter & Poser erwartet, ist Nolans "The Odyssey" TROTZ deren lautstarker Dämonisierungskampagne gegen besagten Film der wohl lauteste Rohrkrepierer der "Alt Right" überhaupt. 


Über 700 Millionen!!!

Denn in nur 2 Wochen seit seinem Kinostart spielte Nolans "The Odyssey" bereits über 700 Mio. Dollar ein und übertraf damit sämtliche Erwartungen. Schon jetzt gilt der Film bei einem Produktionsbudget von 250 Mio. Dollar sowie einem Marketingbudget von ca. 200 Mio. Dollar als wohl erfolgreichster Film in Nolans Karriere und Analysten der Internationalen Filmbranche schätzen aktuell, dass der Film in den nächsten 3-4 Wochen durchaus noch das Zeug dazu haben könnte, an der "1 Milliarde"-Marke zu kratzen, wenn nicht sogar Diese zu sprengen. 

Ironischerweise zeigt sich Nolan von der anhaltenden Kontroverse rund um seinen Film bemerkenswert unbeeindruckt & dementsprechend erwachsen. Sinngemäß machte er bereits zu diversen Gelegenheiten deutlich, dass er sich nicht um die Dinge im Internet kümmere und dass er grundsätzlich jede Form von Publicity als potenziellen Boost für seine Arbeit betrachte; egal, ob Besagte gut oder schlecht sei. In einer Welt, in der von Social Media gepushte Spaltung & Streiterei an der Tagesordnung ist und Fake News die Währung aller Kulturelitaristen & Kontrollfetischisten darstellen, wirkt diese Einstellung herrlich erfrischend wie bodenständig. Und spiegelt damit auch nur den Kern seiner Werke wieder. 

Ähnlich hält es tatsächlich auch der übrige Cast in dieser Sache. Ob Matt Damon, Ann Hathaway oder Elliott Page, sie Alle sind mit Nolan & dessen Arbeitsweise aufgrund persönlicher Erfahrungen am Set bestens vertraut und stehen dementsprechend geschlossen wie gelassen an Nolans Seite in dieser Sache. Aber natürlich lassen sich die selbstgerechten Grifter der "Alt Right" davon nicht beirren. Und so geht deren Kulturkampf gegen Nolans "wOkEnEsS" bei Denen eben weiter. Während der Rest der Welt darüber nur noch lachen kann.


Und die Moral von der Geschicht...

Und so steigt "The Odyssey" im Kino weiter auf. Jeden Tag mehr Zuschauer vor die Leinwand lockend. Und damit seit langer Zeit Einen der wohl vielversprechendsten Anwärter auf diverse Oscar-Auszeichnungen formend. Nolan hat sich mit diesem Werk einmal mehr als ambitionierter wie selbstbewusster Künstler mit entsprechenden Netzwerk bewiesen und zeigt deutlich, Was Leidenschaft & Liebe für das Kino zu leisten imstande ist, wenn man ihr nur den Raum zur Entfaltung AUCH WIRKLICH lässt. Auch, wenn Das nicht Jedem an dieser Stelle einleuchten mag. Denn ja, die besten Filme aller Zeiten sind stets auch Diejenigen, die eben NICHT JEDEM GEFALLEN. Sie haben Ecken & Kanten, sorgten in ihrer Zeit für Wirbel und bleiben durch ihre zeitlose wie fesselnde Aufmachung im kollektiven Gedächtnis, werden im Laufe der Zeit sogar immer wieder neu entdeckt. Und ob es Einem nun gefällt oder nicht, aber: Nolans "The Odyssey" ist faktischerweise genau Einer dieser Besten Filme aller Zeiten und wird noch Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte später als Solcher in Erinnerung bleiben. Daran habe zumindest Ich überhaupt keinerlei Zweifel.

In diesem Sinne danke Ich an dieser Stelle für Eure Aufmerksamkeit und werfe aus purer Neugier einfach mal die Frage in den Raum: Wie steht Ihr denn zu Nolans "The Odyssey"? Lasst es mich gerne wissen, wenn Ihr wollt. 





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